Psychodynamisch Imaginative Trauma Therapie (PITT) ist ein von Dr. Luise Reddemann entwickeltes Verfahren zur Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen und Trauma Folgestörungen. Im Zentrum der Behandlung steht die Stabilisierung der Patientin mit Hilfe von Imaginationsübungen, die dabei helfen, die Selbstbeziehung der Patientin neu und positiv zu gestalten. Dies und die Wiedererlangung der Selbststeuerung erfolgen durch das Arbeiten auf der „inneren Bühne“ der Patientin. Hierbei werden für die Patientinnen oft selbst überraschende Selbstheilungskräfte frei, genährt von ihrer wiedererwachenden Phantasie und Vorstellungskraft.

„Was wir anstreben können, ist, dass traumatische Erinnerungen nicht mehr quälen, mit Emotionen erinnert werden können, ohne dass man sich davon überwältigt fühlt, und dass sich dadurch der traumatische Stress zurückbilden kann. Dies wiederum führt dazu, dass weitere Psychotherapie möglich wird, ohne dass Trauma bedingte Intrusionen (ungewollt erinnerte Bilder, Geräusche etc. – Verf.) und Beziehungsverzerrungen eine angemessene Arbeit fortwährend stören.“ (Luise Reddemann, „Psychodynamisch Imaginative Trauma Therapie“, S. 20, 2004)

PITT beruht auf den Prinzipien der psychodynamischen Psychotherapie, hat aber viele Methoden auch aus anderen Verfahren integriert, vor allem solche, die den achtsamen Umgang mit der eigenen Person fördern. Neben den Grundlagen der Psychoanalyse ist es z.B. die Gestalttherapie, die etliche Methoden für das leichtere Erzeugen innerer positiver Bilder bereitgestellt hat.